Wann ist Betriebliche Gesundheitsförderung steuerfrei?

Unter bestimmten Voraussetzungen ist Betriebliche Gesundheitsförderung steuerfrei.
Die Grundlage für steuerfreie Gesundheitsförderung ergibt sich aus dem Arbeitsschutzgesetz,
sowie einem Beschluß des Bundesfinanzhofes aus dem Jahr 2007.

Das Arbeitsschutzgesetzt verpflichtet den Arbeitgeber alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen
um gesundheitliche Risiken für die Arbeitnehmer zu minimieren. Der Arbeitgeber hat sich dabei an
dem aktuellen Wissensstand aus Forschung und Medizin zu orientieren und die Gesundheits-Risiken
der Arbeitnehmer sowohl im physischen als auch im psychischen Bereich zu berücksichtigen.

Der Bundesfinanzhof befindet in einem Beschluß vom 4.7.2007 in Bezug auf gesundheitsfördernde Maßnahmen für Arbeitnehmer:

„es liegt kein Arbeitslohn vor, wenn der Arbeitgeber mit einer Zuwendung ein ganz überwiegend eigenbetriebliches Interesse verfolgt“

Folgende Vorgehensweise empfiehlt sich für eine steuerfreie Gesundheitsförderung:

1. Analyse

Der Betrieb lässt eine Analyse der Gesundheits-Risiken durchführen.

Geeignete Analyse-Mittel sind:

2. Evaluierung:

Identifikation der Gesundheitsrisiken im Betrieb und Maßnahmen-Empfehlung

3. Durchführung der Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung mit verhältnisorientierten Maßnahmen (Arbeitsbedingungen) und verhaltensorientierten Maßnahmen (Personenbezogen)

Analyse und Evaluierung liefern dem Betrieb die erforderliche Dokumentation zur Begründung der Steuerfreiheit.

Sofern Analyse und Evaluierung schlüssig sind und von Experten (Externe BGM Dienstleister /Sicherheitsfachkraft) durchgeführt werden, können durchaus auch personenbezogene Präventions-Maßnahmen wie Rückenschule, Herz-Kreislauf-Kurse, Stressmanagement-Kurse, Ergonomie-Schulung, Entspannungskurse, Massagen etc. für die Erfüllung der Arbeitgeberpflichten im Sinne des Arbeitsschutzgesetzt sinnvoll, erforderlich und somit steuerfrei sein.